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Deine Ausbildung im Überblick

Maschinen- und Anlagenführer/in Textilveredlung - Als Maschinen- und Anlagenführer bedienst und wartest Du Maschinen in der Textilveredlungsindustrie.

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Video mit Informationen zur Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer/in Textiltveredlung

Kadirzeigt den Job.

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Kadir zeigt den Job

Nimmt‘s schon auf, oder? Ich bin Kadir, bin 19 Jahre alt und mache eine Ausbildung als Maschinenanlagenführer Textilveredelung und bin im 2. Lehrjahr.
Wir machen Medizinware, Operationskittel oder die Masken, die Bandagen, wenn man sich am Knie verletzt hat und Automobil, die Himmel, die Säulen, die Hutablage. Wir rüsten die Ware so aus, dass sie z.B. schmutzabweisend ist oder ölabweisend oder nicht brennbar, alles mögliche.
Die Abläufe sind eigentlich fast immer gleich. Ich denke, wenn man eine Maschine fahren kann, dann kann man alle Maschinen fahren.

Ein interessanter Bereich ist auch die Baumfärberei. Ein Baum ist ein Metallzylinder, mit hunderten Löchern drin, wo wir dann die Flotte durchpressen können. Eine Flotte ist z.B. ein Chemikaliengemisch bzw. Farbgemisch. Die Ware ruht in der Maschine und die Flotte wird von innen nach außen durchgedrückt. Dann macht man die Muster, z.B. 8 Muster.
Und ich habe es so gelernt, dass ich die Muster immer nass mache, weil sie sonst von der Ware abrutschen. Dann muss man die gut anbinden, weil man sie ja am Ende rausziehen muss. Die Färbemeister schreiben drauf wie viele Zentimeter im Blech in die Ware reinmuss, damit die Flotte kontrolliert durch den Baum durchschießen kann. Wir machen die Ware nass, sonst wird es z.B. oben heller, weil sich die Farbe dann unten absetzt. Einfach reinschieben in die Maschine, Deckel zumachen, betriebsbereit drücken und abwarten. Und dann schneidet man es in Muster, spült es ab, dann trocknen und zum Färbemeister bringen. Wenn die Ware dann nach 6-7 Stunden fertig ist, dann ziehen wir sie wieder raus.

Ich würde meine Ausbildung auf jeden Fall weiterempfehlen. Wenn man draußen irgendwo ist, dann sieht man schon, „Ah, das ist unsere Ware“ oder „Die war letztens bei uns“. Das ist einfach interessant und ich habe hier echt viel gelernt.

Ausbildung

Als Maschinen- und Anlagenführer trittst du in Aktion, wenn eine Produktionsmaschine fachgerecht bedient und gewartet werden muss.

Du kennst deine Anlage und weißt, wie die Maschinen eingestellt und gepflegt werden müssen. Die fachgerechte Bedienung und Umrüstung beherrschst du ebenso wie die Diagnose und Behebung von Fehlern.

Anforderungen

Für diesen Beruf solltest du Interesse an technischen Entwicklungen, mechanisches und technisches Verständnis, motorisches Geschick und eine rasche Auffassungsgabe haben.

Chancen

Bei entsprechender Eignung kannst du zum Team-, Gruppenleiter, oder als Assistent des Fertigungsleiters aufsteigen.

Nach deiner Ausbildung und mit entsprechender Berufserfahrung kannst du einen Lehrgang zum Industriemeister Textilwirtschaft machen oder staatlich geprüfter Textiltechniker werden.

Unternehmen in deiner Nähe

Deine Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer/in Textilveredlung kannst du bei diesen Textil- und Bekleidungsunternehmen angehen:

Ausbildungsberuf im Detail

In jedem Industriebetrieb stehen Produktionsanlagen und komplexe Maschinen, die eingerichtet, umgerüstet, bedient und instand gehalten werden müssen. Maschinen- und Anlagenführer sind dafür zuständig, dass die Erzeugungsprozesse störungsfrei laufen und die Produktion 'brummt'.

Als Maschinen- und Anlagenführer in der Textilveredlungsindustrie oder in Textilveredlungsbereichen von Unternehmen bist du für das Durchführen und Überwachen der Textilveredlungsprozesse zuständig. Du lernst die Arbeitsabläufe in der Vorbehandlung, der Färberei, Beschichtung, Druckerei und Appretur kennen und bist für ihre Vorbereitung, Durchführung und Optimierung verantwortlich.

In der Ausbildung wird dir ein breites textiles Grundwissen vermittelt in den Fachgebieten Garnherstellung, Webwarenherstellung und Textilveredlung. Weitere Aspekte der Ausbildung ist auch der Umweltschutz und der nachhaltige Umgang mit Werk-, Hilfs- und Betriebsmitteln.

Zu den Inhalten dieser Ausbildung gehört u.a.

  1. Ausrüsten, Bedienen und Steuern von Maschinen und Produktionsanlagen
  2. Optimierung des Materialfluss und beseitigen von Störungen
  3. Auswahl von Prüfverfahren und Prüfmittel
  4. Zuordnen und Handhaben von Werk-, Betriebs- und Hilfsstoffen
  5. Dokumentation von Produktionsdaten
  6. Prüfen branchenspezifischer Fertigungstechniken
  7. Arbeitsrecht, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Qualitätssicherung

Häufig gestellte Fragen

Hat die Textil- und Bekleidungsindustrie überhaupt noch Zukunft?

Die deutsche Textilindustrie gehört technologisch zur Weltspitze und ist einer der modernsten und leistungsfähigsten Wirtschaftszweige des Landes.

Was ist wenn mein Unternehmen nicht alle Ausbildungsinhalte abdecken kann?

In der Textilindustrie gibt es überbetriebliche Ausbildungsstätten. Manche Textilunternehmen schicken ihre Azubis neben der Berufsschule zusätzliche dort hin. Hier lernst Du die textilen Grundkenntnisse in der Praxis kennen. Es gibt z.B. die Zentrale Lehrwerkstatt Bocholt oder
die Gatex in Bad-Säckingen.

Was verdient man denn in der Ausbildung?

Als Maschinen- und Anlagenführer verdienst du während deiner Ausbildung im Bereich Textil durchschnittlich 840 € brutto im Monat. Im Bereich Bekleidung verdienst du durchschnittlich 710 € brutto im Monat.

Job-Profil

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Downloads

Hier kannst du die Ausbildungsordnung und den Berufslehrplan herunterladen. Ausbildungsordnung laden Berufslehrplan laden

Bundesagentur für Arbeit

Mehr Informationen zum Beruf bei Berufenet, dem Berufsinformations- portal der Bundesagentur für Arbeit. Jobprofil bei Berufenet